Die überarbeitete europäische Gebäuderichtlinie verlangt ab 2028 emissionsfreie Neubauten im Eigentum öffentlicher Stellen. Ab 2030 gilt dieser Standard für alle übrigen Neubauten.
Der größte Teil der Stadt von 2030 ist jedoch bereits gebaut. Die zentrale architektonische Aufgabe besteht deshalb darin, Wohnungen, Büros, Hotels und öffentliche Gebäude nutzbar und erkennbar weiterzuentwickeln.
Vom Zertifikat zur Strategie
Eine wirksame Sanierung verbindet Dämmung, Sonnenschutz, Lüftung, effiziente Gebäudetechnik und erneuerbare Energie. Zuerst muss der Energiebedarf sinken, bevor zusätzliche Anlagen eingebaut werden.
Sanieren ohne Identität zu löschen
Historische und bewohnte Gebäude benötigen schrittweise Lösungen. Wertvolle Proportionen, Materialien und der städtische Charakter müssen trotz höherem Innenkomfort erhalten bleiben.
Den gesamten Lebenszyklus betrachten
Künftige Qualität hängt auch von Wartung, Anpassungsfähigkeit und Materialwahl ab. Ein effizientes, aber kaum reparierbares Gebäude kann schnell eine neue wirtschaftliche Belastung werden.
Redaktionelle Quellen
- European Commission — Zero-emission buildings
- European Commission — Energy Performance of Buildings Directive
Fotografie: Museo del Prado (September 2025).jpg · Imaginepascal · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons