Zum Inhalt springen
Arch World Review Spanien · Europa · Wirtschaft · Technologie 14 July 2026
Architektur

Zirkuläre Architektur beginnt vor dem Abriss: Erhalten, demontieren und wiederverwenden

Bestehende Gebäude werden zu Materiallagern, während Anpassung gegenüber automatischem Ersatz an Bedeutung gewinnt.

Von AWR Editorial Desk 14 July 2026 1 min
Matadero Madrid, a former industrial complex adapted for cultural use

Die spanische Strategie Circular 2030 beschreibt den Bausektor als großen Verbraucher von Ressourcen und bedeutende Quelle von Abfällen.

Die architektonische Antwort darf nicht erst mit den Abbruchcontainern beginnen. Bereits im Entwurf muss entschieden werden, welche Struktur, Fassade, Anlage oder welches Material weiter genutzt werden kann.

Das bestehende Gebäude als Ressource

Der Erhalt einer Tragstruktur vermeidet neue Gewinnung, Transporte und Herstellung. Umnutzung bewahrt zugleich städtische Erinnerung und Aktivität in gewachsenen Vierteln.

Für Demontage entwerfen

Lösbare Verbindungen, zugängliche Schichten und erkennbare Materialien erleichtern Reparatur und Trennung. Materialpässe können Herkunft, Zusammensetzung und Wiederverwendung dokumentieren.

Eine neue wirtschaftliche Logik

Zirkularität benötigt Inventare, Lagerung, technische Garantien und Märkte für wiedergewonnene Produkte. Umweltvorteile werden erst mit einer verlässlichen Geschäftskette zum normalen Verfahren.


Redaktionelle Quellen

Fotografie: Madrid – Matadero Madrid (36176923985).jpg · Fred Romero from Paris, France · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons