Die spanischen Immobilienpreise stiegen im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 12,9 Prozent und gegenüber dem vorherigen Quartal um 3,5 Prozent. Gebrauchte Wohnungen verteuerten sich jährlich stärker als Neubauten.
Im Jahr 2025 entstanden netto rund 225.000 Haushalte und Nichtansässige kauften etwa 55.000 Wohnungen. Gleichzeitig wurden nur ungefähr 92.000 neue Einheiten fertiggestellt.
Das Problem ist regional
Der Druck konzentriert sich auf große Städte, touristische Regionen und Märkte mit Bevölkerungswachstum. Ein nationaler Durchschnitt verbirgt erhebliche Unterschiede zwischen Provinzen und benachbarten Gemeinden.
Angebot reagiert langsam
Grundstücke, Planung, Genehmigungen, Bau, Finanzierung und Fachkapazität benötigen lange Zeiträume. Bei schnell steigender Nachfrage kann das System nicht innerhalb weniger Jahre genügend Wohnungen bereitstellen.
Einzelmaßnahmen reichen nicht
Nachfrageförderung kann akute Fälle entlasten, bei starrem Angebot jedoch Preise erhöhen. Eine dauerhafte Strategie benötigt bezahlbaren Wohnraum, Mietangebote, Sanierung, Bauland und langfristige Verwaltungskoordination.
Quellen
- INE — Housing Price Index, first quarter 2026
- Banco de España — Financial Stability Report, Spring 2026
Fotografie: David Hawgood / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0